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F

Frau Holle
Frau Holle (Die Huldvolle / Die Ahnfrau)

Hinter dem Schleier des bekannten Märchens verbirgt sich eine der mächtigsten Urgöttinnen unserer Heimat. Ihr Name, Holda oder Hulda, kündet von ihrer Güte, doch sie ist weit mehr als die freundliche Betten-Schüttlerin. Sie ist die große Mutter Erde selbst in ihrem winterlichen Gewand, die Herrin über Leben, Tod und Wiedergeburt.

Ihr Wesen und Wirken: Sie ist die Weberin des Schicksals. Wie die Nornen am Fuße des Weltenbaums spinnt sie die Lebensfäden aller Wesen. Wenn im Märchen die Spule blutig wird und in den Brunnen fällt, so ist dies der Ruf der Seele, in die Tiefe zu reisen – hinab in das Reich der Ahnen, in die Anderswelt, die durch den Brunnen oder den hohlen Baum betreten wird.

Die Hüterin der Schwellen: Ihr heiliger Baum ist der Holunder (Holler), das lebendige Tor zur Unterwelt. Hier wohnt sie und hütet die Seelen der ungeborenen Kinder, die der Storch aus ihren Teichen holt, um sie in das Leben zu tragen. In den dunklen Rauhnächten jedoch zeigt sie ihr anderes Gesicht: Als Perchta führt sie die Wilde Jagd an, fegt durch die Lüfte und prüft, ob die Menschen die Ordnung der Natur achten.

Die Lehre der Tiefe: Frau Holle lehrt dich, dass wahres Gold nicht materieller Reichtum ist, sondern das Leuchten einer erwachten Seele (Goldmarie), die im Einklang mit allen Wesen schwingt. Das Pech hingegen ist die Last des Egos, das an der Oberfläche klebt und die tiefe Verbundenheit mit der Schöpfung verweigert. Sie mahnt dich: Wer bereit ist, in die Tiefe zu springen und dem Leben zu dienen, kehrt gekrönt vom Licht der Erkenntnis zurück.

Siehe auch --> Cailleach
oder --> Brigid
oder --> Die dreifache Göttin